Reimann schießt Leutzscher zum Sieg

Dass die Leutzscher heute gegen den Tabellenletzten der Oberliga spielten, konnte man nicht erkennen, da die Thüringer schließlich die Hoffnung auf den Klassenerhalt und sich selbst noch nicht aufgegeben haben. Aus diesem Grund sollte auch ein Sieg gegen den FC Sachsen her. Schwierig schwierig, weil gleich fünf defensive Erfurter gesperrt oder verletzt waren. Aber wozu hat man denn eine erste Mannschaft? Gleich acht Spieler u.a. Ratajczak, Hebestreit, Pätz in der Startelf der Zweiten kamen aus dem Kader der ersten Mannschaft.
Der Erfurter Trainer Albert Krebs: „So eine Mannschaft werde ich bestimmt nicht wieder zusammen bekommen“! Die Heimelf wollte gewinnen und probierte es mit einer einfachen Taktik. Mit Kick and Rush waren sie sehr erfolgreich und erspielten sich in der ersten Halbzeit ein Chancenübergewicht. Weite, lange Bälle auf Ivanov, der auf die anderen Stürmer auflegte, sorgten für Gefahr. Folgerichtig konnte das Krebs-Team in der 18.Spielminute durch einen Freistoss verdient die Führung erzielen. Dass Chemie dann am Ball blieb und in der 35. Spielminute den Ausgleich erzielte, war der Verdienst von Neuzugang Reimann. Bei seinem Pflichtspiel-Debüt machte der Stürmer aus einer halben Chance ein Tor. Das 1:1 zur Halbzeit, war für Chemie etwas glücklich. Nach der Pause spielten die Leutzscher 25 Minuten ganz stark, allem voran Reimann. Dieser köpfte, rackerte und spielte bissig. Nach einem Pass von Guie-Mien tauchte der Neu-Leutzscher allein vorm dem Erfurter-Keeper auf. Mit einem Heber erzielte er das 1:2. Weitere Chancen durch: Ivanovic der nach einem Kopfball sehr überrascht schien und anschließend aus 7 Meter einen Abwehrspieler anschoss ebenso Racanel der von rechts Außen per Freistoss nur die Latte traf, blieben ungenutzt. Ein weiterer Treffer für Chemie wäre die Entscheidung gewesen. So aber kamen die Erfurter noch einmal ins Spiel. In der 70.Spielminute hält Twardzik einen Kopfball von Ivanov aus Nahdistanz. In der Schlussphase erreichte dann eine Serie von Freistößen den Leutzscher Strafraum, doch Chemie rettete das 2:1 über die Zeit