Spitzenspiel im spitzen Radio

Die »Leutzscher Welle« hat genügend Gründe, das Handballspiel des Lausitzer HV Hoyerswerda gegen den Sportclub DHfK Leipzig am späten Samstagnachmittag zu übertragen: Immerhin treffen die beiden Spitzenteams der sächsischen Oberliga direkt aufeinander, fällt eine Entscheidung, die das weitere Staffelrennen in den kommenden Wochen beeinflussen wird.

Hitchcock hätte kein besseres Drehbuch finden können! Der monatelang die Staffel beherrschende Sportclub DHfK Leipzig hatte am letzten Sonntag sein erstes Punktspiel verloren und Hoywoy, den eigentlichen Favoriten auf den Staffelsieg, in der Tabelle herankommen lassen. Wir erinnern uns: Die Lausitzer spielten in der Vergangenheit vorrangig in der Regionalliga, hatten die Leistungsklasse 2004 verlassen müssen und schließlich den Staffelsieg als aktuelles Saisonziel herausgegeben. Immerhin stehen ? neben einer polnischen Sportskanone namens Szolc ? mit Böhme, Fischer, Kaiser, Miehle oder Schäfer eine Reihe ehemaliger Regionalligaspieler im Kader, erwarten etliche Anhänger und Hintermänner der Lausitzer die Spitzenposition. Doch dann wurde das erste Saisonspiel in Leipzig 26:33 verloren…

Hoywoy kann diese Schlappe jetzt revidieren, dem aufstrebenden Sportclub DHfK Leipzig die zweite Auswärtsniederlage beibringen und einen weiteren wichtigen Vorteil im Staffelrennen verbuchen ? mit einem entsprechend hohen Heimsieg. Wenn nämlich zum Saisonschluss mehrere Mannschaften punktgleich sind, entscheidet der direkte Vergleich der Vertretungen anstelle der Tordifferenz.

Auch Karsten Günther, der Trainer des überraschenden Spitzenreiters DHfK Leipzig, weiß, was wahrscheinlich in der proppevollen Zu(hau)sehalle passieren wird: »Ich erwarte einen heißen Tanz. Hoywoy will diese Begegnung klar gewinnen und selber Spitzenreiter werden. In dem Zusammenhang hoffe ich, dass meine Männer die entsprechenden Lehren aus unserer Niederlage in Döbeln gezogen haben und unsere günstige Ausgangsposition für die Rückrunde verteidigen.« Doch ihm werden mit den verletzten Matthias Juknat und Sebastian Lorenz-Tietz zwei erfahrene Akteure fehlen.

Brisant, brisant. Aus diesem Grund sollten alle Handballfans, die einen Computer mit Internetanschluss besitzen, am Samstag die »Leutzscher Welle« einschalten. Das unkonventionelle Fußballfanradio möchte ab 17.15 Uhr ausführlich von dem Spektakel berichten. Aber Achtung, Sie hören auf eigene Gefahr! Denn neben der Schilderung spannender Spielszenen dürfen die Zuhörer auch manchen Querschläger von Reporter Lutz Walter erwarten, der die Reise in den »fernen Osten« mitmachen wird. Der Sender ist unter anderem über die Homepage www.leutzscher-welle.de erreichbar. Dort stehen auch verschiedene Hinweise, wie dieser Stream empfangen werden kann.

Pressemitteilung »Leutzscher Welle«