Festtag für Handballfans

Die hiesigen Handballfans können am Sonntag zuallererst zuschauen, ob Deutschlands Damen in der gegenüberliegenden Arena die Qualifikation für die chinesische Olympiade perfekt machen, und danach die Straßenseite wechseln, um spitzen Herrenhandball zu spüren – die Auseinandersetzung zwischen den grünweißen und blaugelben Männern dieser Stadt.

Die beiden Vertretungen werden wieder verbissen um die Punkte streiten, die der Sieger dieses viel viel bedeutungsvolleren Spieles (wenn wir Akteure, Anhänger und Funktionäre getrennt voneinander befragen) erhält. Jedenfalls braucht Spitzenreiter DHfK Leipzig drei Zähler aus den folgenden fünf Spielen, um Staffelsieg und Regionalligaaufstieg zu sichern. Doch diese »Peanuts« werden Albrecht, Kirchhoff und Kollegen nicht hinterher geschmissen. Das machen weder die zweiten Vertretungen aus Aue und Delitzsch, die immer mal wieder Bundesligaspieler einsetzen und dadurch auch stärkere Teams schlagen, noch Neudorf Döbeln, das die »körperkulturellen« Handballer im Januar im wahrsten Sinne des Wortes aus der heimischen Halle geworfen hatte.

Auch Rivale HSCL will keinen Zähler verschenken und wenigstens den direkten Vergleich gegen die Grünweißen gewinnen. Dann können die momentan sehr starken Bödemänner vielleicht noch Hoyerswerda vom zweiten Oberligaplatz verdrängen und theoretisch – wenn Spitzenreiter DHfK Leipzig wirklich gegen Aue, Delitzsch und Neudorf Döbeln verliert – selbst Staffelsieger werden.

So haben die Handballfans genügend Gründe, am Sonntag in die traditionsreiche Grube gegenüber Arena und Zentralstadion zu strömen, um diesen sportlichen Leckerbissen zu genießen. Aber Achtung! Die Kapazität des Veranstaltungsortes ist bekanntlich auf 1400 Zuschauer begrenzt. Wer keine Karte mehr bekommt oder von vornherein verhindert ist, sollte wenigstens »Leutzscher Welle« hören. Das erste Fußballfanradio Deutschlands will wieder vom Geschehen berichten – am Anfang regelmäßig den aktuellen Zwischenstand melden und schließlich die zweite Halbzeit direkt übertragen. Am Sonntagnachmittag ab 16.45 Uhr.

Pressemitteilung »Leutzscher Welle«